Unsere Liedertexte
Willkommen im Beutel! Hier findest du eine Auswahl an Liedern, die wir bereits in die Welt hinausgetragen und live gespielt haben. Wenn du Lust hast einen unserer Songs nachzuspielen, schreib uns einfach hier an – wir versorgen dich gerne mit den Akkorden oder Tabs.
Ich bin so reich, als hätte ich in den Urknall investiert.
Der Grund, warum der Pluto seinen Status verliert.
Ich bin die Sonne, um die sich alles dreht.
Ich bin der Punkt, an dem die Schwerkraft entsteht.
Du nennst mich kalt und gierig
Und stößt auf taube Ohren.
Egal, was du auch tust, du hast verloren!
Alles meine Materie!
Meine Materie gehört mir!
Ihr kriegt nichts von meiner Materie!
Meine Materie bleibt hier!
Es gibt nichts auf dieser Erde,
Was mir noch nicht gehört.
Ich baue einen Zaun drum,
Damit mich keiner stört
Das Universum ist mein Supermarkt
Und ihr steht im Regal,
Stapel Scheine bis zum Mond,
Der Rest ist mir egal.
Du meckerst und beschwerst dich,
Du hast nichts mehr bekommen.
Egal, was du auch tust, ich hab gewonnen!
Alles meine Materie!
Meine Materie gehört mir!
Ihr kriegt nichts von meiner Materie!
Meine Materie bleibt hier!
Ich hab Welten annektiert, hab die Zeit privatisiert,
Hab die Luft konfektioniert und hab in Quanten investiert.
Ich hab all das, was sich rentiert, Ins Portfolio integriert,
Hab euch mit Haut und Haaren kommodifiziert!
Alles meine Materie!
Meine Materie gehört mir!
Ihr kriegt nichts von meiner Materie!
Meine Materie bleibt hier!
Hier, zwischen wildem Hafer,
hüpfen Heuschrecken vor unseren Füßen weg,
und wir sammeln Haferkörner in den Sack,
und die Kinder hüpfen mit.
Am Anfang war der Beutel,
und kein gespitzter Stein.
Es war der Beutel,
und er wird es auch am Ende noch sein!
Aus dem wir teilen, seien es Brot, Rosen oder eine Portion Mut,
weil wir alles Leben achten und dabei wissen, dass wir aufeinander angewiesen sind,
dass es in diesen schweren Zeiten weder angemessen ist, Festungen zu bauen, noch Mauern zu errichten!
Am Anfang …
Bald sind wir unterwegs zum Fluss,
und wir kosten Walderdbeeren auf dem Weg,
eine in den Beutel, eine in den Bauch!
Mmh, und jetzt gehen wir noch ein Stück.
Am Anfang …
Aus dem wir teilen, sei es Quatsch oder Soße oder eine Prise Schmerz,
weil wir alles Leben achten und dabei wissen, dass Überreiche weiter Scheiße machen,
dass es in diesen schweren Zeiten erst recht Solidarität und Liebe braucht!
Erzählt vom Beutel!
Es war der Beutel,
und kein gespitzter Stein.
Es war der Beutel,
und er wird es auch am Ende noch sein!
Dort sind Molche zu sehen,
und wir spiegeln uns auf der Wasseroberfläche,
einen Beutel voller Brombeeren in der Hand,
und die Sonne glitzert mit!
Am Anfang …
Was wär, wenn wir einfach was anderes singen
Als immer dasselbe Lied?
Vom tapferen Helden, der selbstlos und kühl,
Weil er keinen Ausweg sieht,
Gegen seine Brüder in den Krieg zieht?
Was wär, wenn die wichtigsten Dinge, mit denen
Unsere Geschichte beginnt,
Nicht Pfeil und Bogen, nicht Messer und Speer,
Sondern Tragetaschen sind,
Und den Beuteln ganz egal ist, wer gewinnt?
Und den Beuteln ganz egal ist, wer gewinnt?
Was wär, wenn im Kern unseres Denkens und Tuns
Kümmern und Sorgen steht
Und niemand mehr nur für sich selbst und aus Zwang
Dinge anhäufen geht,
Weil das Leben sich nicht länger um Dinge dreht?
Was wär, wenn wir immer nur so viel nehmen,
Dass alle genug bekommen?
Die Versehrten, die Verrückten, die Verfolgt und Unterdrückten werden alle mitgenommen
Denn die Beutel sind für alle groß genug
Ja, die Beutel sind für alle groß genug!
Wir sammeln so lange
Und machen erst Schluss,
Wenn niemand mehr hungern muss.
Wir sammeln, bis wir satt sind,
Sammeln, bis wir platt sind,
Und jemand ein Feuer macht.
Und dann erzählen wir uns Beutelgeschichten,
bis tief in die Nacht. (2x)
Kommt, lasst uns zusammen etwas anderes singen!
Ist es nicht eigentlich ganz leicht,
sich vorzustellen, dass die Fülle der Erde
mehr als für alle reicht?
Wir heißen euch willkommen zur Beutelzeit!
Ja, wir heißen euch willkommen zur Beutelzeit!
Wir sammeln gemeinsam,
niemand bleibt einsam.
Ja, auch an dich ist gedacht.
Wir sammeln mit Taschen
und Schüsseln und Flaschen,
bis jemand ein Feuer macht.
Dann erzählen wir uns Beutelgeschichten,
bis tief in die Nacht. (3x)
La la la la la
La la la la la
La la la la la – la
Bevor das Faultier Faultier wurde,
War es Workaholic.
Man traf es nie auf einen Plausch,
Nicht mal im Treppenhaus!
Von morgens früh bis spät
Die Beine in der Hand,
Niemals blieb es stehen,
Es hat keine*n gekannt.
Ohne es zu merken,
Hatte es sich verrannt!
Faultier, bleib stehen!
Faultier, bleib stehen!
Faultier, bleib stehen!
Ich kann`s nicht mit ansehen!
Bevor das Faultier Faultier wurde,
Hat es high performed,
Leistungsstark, höchst motiviert,
Hat es sich selbst optimiert.
Und hetzte so umher,
Im Beruf und in der Bahn,
Höher, schneller, weiter,
Es verfolgte seinen Plan,
Ohne es zu merken,
Mit krampfhaftem Elan!
Faultier, bleib stehen!
Faultier, bleib stehen!
Faultier, bleib stehen!
Ich kann’s nicht mit ansehen!
Es war niemals ganz zufrieden
Und vor Stress häuften sich Krisen.
Nur ein Ausweg war geblieben:
Es blieb liegen!
Jetzt darf das Faultier Faultier sein
Und wird es wohl auch bleiben.
Erzählt den anderen, wie es war,
Es kann jetzt stundenlang
Einfach entspannen.
Es pflückt mit Freundin Schnecke
Die Brombeeren von der Hecke.
La la la la la
La la la la la
La la la la la – la
Jetzt wo
Die letzte Hoffnung sich zerstreut hat
Und jetzt wo
Jeder seinen Teil bereut hat
Und jetzt
Wo der Glaube, dass ein Gott uns noch verschont
Sich nicht mehr lohnt
Hier wo
Alle Ideen wieder zusammenführen
Und hier wo
Wir den Takt wieder zusammen spüren
Und hier
Wo die Panik davor, dass die Kraft nicht reicht
Der Ruhe weicht
Vor uns liegt die Welt und stirbt
Komm, wir legen uns dazu
Bevor es dunkel wird
Vor uns liegt die Welt und stirbt
Komm, wir legen uns dazu
Bevor es einsam wird
Und sich die Nacht in alle Ecken dieser Erde trägt
Und sich über uns legt
Jetzt wo
All die Eitelkeit zerronnen ist
Und jetzt wo
All der Hochmut überkommen ist
Und es jetzt hier
Auf dem Boden der Realität
Zu Ende geht
Vor uns liegt die Welt und stirbt
Komm, wir legen uns dazu
Bevor es dunkel wird
Vor uns liegt die Welt und stirbt
Komm, wir legen uns dazu
Bevor es einsam wird
Und sich die Nacht in alle Ecken dieser Erde trägt
Und sich über uns legt
Wenn sich die Nacht
Über uns legt
Wie ein Verband, wie ein Vorhang
Wie ein Versprechen, ein endloser Vorgang
Wie eine Welle, wie eine Wolke
Wie ein Wunsch, den niemand wollte
Wie die Zeit, die uns zersetzt
Wie ein Nichts, aus dem das Neue wächst
Oh, Kapital, du scheues Reh,
Dein Herz gehört der FDP.
Einmal verscheucht, bist du passé,
Schmilzt wie Stahl zum Silbersee,
Von Ost nach West, von Luv nach Lee.
Horcht, alle auf! Jetzt kommt der Dreh!
Das Kapital! (Ist nicht normal!)
Das Kapital! (Ist höchst fatal!)
Das Kapital! (Macht unsozial!)
Aaaaaaaah! Alles allen!
Oh Kapital, sag deinem Bro,
dem Eigentum: Hau ab und go!
Störst unser aller Lebensflow!
Bleib fort und mach nicht das Jo-jo!
Wir werden erst so richtig froh, kommst du in den Streichelzoo!
Das Kapital! (Du glatter Aal!)
Das Kapital! (Du Jammertal!)
Das Kapital! (Wirst langsam schal!)
Ab in den Kanal!
Aaaaaaaah! Alles allen!
Oh Kapital, jetzt hab’n wir Ruh
und wenden uns dem Schönen zu
mit dem Anarcho-Känguru
und eisgekühltem Malibu
brechen wir das Ich und Du.
Alles allen – der ganzen Crew!
Die Utopie! (Mit Fantasie!)
Die Utopie! (Fort war sie nie!)
Die Utopie! (Wir leben sie!)
Wir leben sie!
Aaaaaaaah! Alles allen!
Der Berg, in dem die Drachen wohnen,
Liegt grün im Sonnenschein.
Alle können ihn seh’n,
Aber niemand darf hinein.
In Höhlen tief darunter
Liegt das Gold eines Jahrhunderts und glänzt.
Wer soll euch sonst schützen
Mit Zähnen und mit Klauen?
Wir sind stark und wir sind schön,
Ihr könnt uns ruhig vertrauen.
Ein Drache lässt den Boden beben, wenn er wütend wird.
Ein Drache kann sich alles nehmen,
Was ihm noch nicht gehört.
Von der Tiefsee bis ins Weltall,
Die Erde ist ein Spielball für ihn.
Doch wer soll euch sonst schützen
Mit Kameras und Mauern?
Wir sind groß und ihr seid klein,
Ihr solltet uns vertrauen.
Ein Drache ist ein kleiner Mann
Im schuppigen Kostüm,
Der Schatten an der Felswand erst
Macht ihn zum Ungetüm.
Ein Drache mag gefährlich sein,
Doch steht er zum Schluss recht alleine da.
Wir fürchten eure Zähne nicht und auch nicht eure Klauen,
Lachen über eure Kameras und sprengen eure Mauern!
Ihr wollt uns daran hindern, eine neue Welt zu bauen,
Doch wir sind so viele mehr, wenn wir uns nur vertrauen.
Der Berg, in dem die Drachen waren,
Liegt grün im Sonnenschein.
Wir öffnen seine Tore
Und lassen frische Luft hinein.
Wir kaufen uns ein Auto.
Wir kaufen uns ein Haus.
Und wird es uns zu klein,
dann ziehen wir morgen wieder aus.
Wir kriegen von dem Luxus nie genug
um 5 vor 12.
Wir jagen unsere Träume.
Wir jagen unser Glück.
Immer höher, schneller, weiter,
Aber niemals zurück.
Wir kriegen von den Lügen nie genug
Um 5 vor 12.
Um 5 vor 12, irgendwo am anderen Ende der Welt,
Sitzen all die Menschen, deren Leben zerfällt.
Wir machen ihre Würde zu Geld –
Um 5 vor 12.
Um 5 vor 12.
Wir lieben die Moral und reden alle anderen schlecht.
Wir halten diesen Lebensstil für unser gutes Recht.
Wir machen immer weiter, was wir wollen
Um 5 vor 12.
Wir stehlen ihnen ihre Lebenszeit
Und geben nichts ab.
Verpulvern einen Teil,
Nehmen den Rest mit ins Grab.
Wir nehmen uns immer alles, was wir wollen
Um 5 vor 12!
Um 5 vor 12, am anderen Ende der Stadt,
Hungern all die anderen, und sie haben uns satt.
Wir machen ihren Widerstand platt.
Um 5 vor 12.
Es ist 5 vor 12!
Wir verkaufen unsere Seelen.
Wir verkaufen unseren Stolz.
Wir verkaufen unsere Omas
Und wir kaufen dafür Gold.
Wir kriegen von dem Glänzen nie genug
Um 5 vor 12
Wir verschweigen all die Toten.
Wir verdrängen all das Leid.
Wir beladen die Raketen,
Wir sind startbereit.
Wir bezahlen mit eurem Leben.
Wir hauen die Erde kurz und klein.
Und noch bevor es knallt,
Lassen wir euch allein!
Es ist 5 vor 12!
Es ist 5 vor 12!
Es ist 5 vor 12!
Es ist 5 vor 12!
Langsam wachsen Schatten.
Langsam schwillt der Fluss.
Im Eis bilden sich Risse
Und was loslassen muss,
Zeigt plötzlich Regung,
Gerät in Bewegung
Und fällt in die Tiefe hinab.
Dort, wo sich oben
Noch Welten erhoben,
Schmelzen die Gletscher nun ab.
Was im Lauf der Zeit
Zwischen uns bestehen bleibt.
Was selbst die Ewigkeit
Nicht wie Stein zu Sand zerreibt.
Was zwischen all dem Leid
Einen Weg aufzeigt.
Langsam weichen Wälder.
Langsam stirbt der Berg.
Im Boden sammeln sich Gifte.
Alles, einsam und leer.
Was seit Millionen von Jahren
Kreisläufe waren,
Reißt auseinander und bricht.
Unwiederbringlich
Ändert der Takt sich
Und führt unaufhaltsam ins Nichts.
Was im Lauf der Zeit
Zwischen uns bestehen bleibt.
Was selbst die Ewigkeit
Nicht wie Stein zu Sand zerreibt.
Was zwischen all dem Leid
Einen Weg aufzeigt.
Wo ist zwischen all dem Werden und Vergehen
Ein Licht zu sehen?
Was im Lauf der Zeit
Zwischen uns bestehen bleibt.
Was selbst die Ewigkeit
Nicht wie Stein zu Sand zerreibt.
Was zwischen all dem Leid
Einen Weg aufzeigt.
Schlaf, kleine Raupe.
Warte nicht
Und verpuppe dich!
Schlaf, kleine Raupe.
Hab keine Angst,
Dass du verschwinden kannst!
Alles, was du für uns warst (2x)
Schwing, kleine Raupe.
Weine nicht
Und verwandle dich!
Schwing, kleine Raupe
Hab keine Angst,
Dass du fallen kannst!
Alles, was du für uns warst (3x)
Verbleibt alles nur
Als feine Spur!
Flieg, kleiner Falter.
Ein Neubeginn
Als Schmetterling.
Flieg, kleiner Falter.
Hab keine Angst,
Dass du’s nicht lernen kannst!
Alles, was du für uns warst (3x)
Verbleibt alles nur
Als feine Spur (5x)
In Baumwipfeln geboren,
die Blüte, die ich bin.
Auf regenfeuchten Boden
Trägt mich der Zufall hin.
Und ob ich wirklich Wurzeln schlagen kann?
Das sehen wir dann.
Im Spätfrühling geboren,
Erst Augenblicke hier,
Trag ich ein ganzes Leben –
Jahrhunderte in mir.
Und ob ich hier in Ruhe wachsen kann?
Das sehen wir dann.
Das sehen wir dann.
Und die Blätter der großen Pappeln
Zittern vor Freude im Wind.
Auch wenn ich ihnen bald gleiche,
So bleib ich ihr Kind.
Die Blätter der großen Pappeln
Zittern vor Freude im Wind.
Auch wenn ich ihnen bald gleiche,
So bleib ich ihr Kind.
Durch klirrende Kälte und Frost,
Durch stürmische Zeiten,
Durch brennende Hitze und Rost,
Werden sie mich begleiten.
Durch Wurzeln, Moos und Myzel,
Durch Erde verbunden,
Umkreist von Vögeln und Bienen,
Von Kätzchen und Hunden.
Und ob ich’s als kleine Pappel schaffen kann?
Das sehen wir dann.
Das sehen wir dann.
Das sehen wir dann.
In mir summen Lieder
Aus Zeiten, wo die Sterne noch den Weg wiesen.
Neben mir blüht der Flieder,
So hell und auch so klar und weich zugleich.
Ich war der Fluss.
Ich war der Berg.
Ich war der Fluss.
Ich war mal du.
Du warst mal ich.
In mir summen Lieder
Aus Zeiten, wo die Sterne noch den Weg wiesen.
Neben mir blüht der Flieder,
So hell und auch so klar und weich zugleich.
Ich war der See.
Ich war der Wind.
Ich war mal Kind.
Ich bin ich.
In mir summen Lieder
Aus Zeiten, wo die Sterne noch den Weg wiesen.
Neben mir blüht der Flieder,
So hell und auch so klar und weich zugleich.
In mir summen Lieder
Aus Zeiten, wo die Sterne noch den Weg wiesen.
Jetzt hör ich sie wieder
Und weiß wieder, wer ich bin
Ich war der Fluss.
Ich war der Berg.
Ich war mal du.
Du warst mal ich.
Ich war der See.
Ich war der Wind.
Ich war mal Kind.
Ich bin ich.
Es sind die hochgezogenen Mauern,
Die uns spalten, die uns trennen,
Die die Zeiten überdauern
Und uns Freund und Feindin nennen.
Es sind die Worte all derer,
Eingemeißelt in Stein,
Dass es immer schon so war und
So, wie es ist, so soll es sein –
Die uns die Hoffnung nehmen,
Die uns die Hoffnung nehmen.
Es sind die abschätzigen Blicke,
Mit denen sie uns durchbohren,
Ihre Wucht reißt uns in Stücke,
Ihre Ruhe treibt den Zorn.
Es ist die Übermacht des Alltags,
In Gewohnheit zementiert,
Die uns vortäuscht, dass das Gute
Am Ende doch immer verliert –
Und uns die Hoffnung nimmt,
Und uns die Hoffnung nimmt!
Doch was sollen wir auch hoffen?
Wenn alles gegen uns spricht,
Dann reicht Hoffen nicht aus.
Woran sollen wir noch glauben?
Wenn alles um uns rum zerbricht,
Dann reicht Glauben nicht aus.
Es sind die Naiven und die Träumer*innen,
Die trotz alledem,
Auch in den dunkelsten Stunden
Irgendwo einen Funken sehen.
Es sind mutige Körper,
Die sich all dem entgegenstellen,
Die kleinen Nussschalen im Ozean,
Ohne Angst vor den Wellen –
Die uns Hoffnung bringen,
Die uns Hoffnung bringen!
Doch was sollen wir nur hoffen?
Wenn alles gegen uns spricht,
Dann reicht Hoffen nicht aus.
Woran sollen wir noch glauben?
Wenn alles um uns rum zerbricht,
Dann reicht Glauben nicht aus.
Und wir klopfen und hämmern,
Wir wetzen den Stein –
Wir reißen die Mauern ein.
Wir sägen und bohren,
Wir sprengen den Stein –
Wir reißen die Mauern ein.
Wir stehen und gehen,
Wir sind nicht allein –
Wir reißen die Mauern ein!
Denn was sollen wir auch hoffen?
Wenn alles gegen uns spricht,
Dann reicht Hoffen nicht aus.
Wovon sollen wir noch träumen?
Wenn die ganze Welt zerbricht,
Dann reicht Träumen nicht aus.
Meine Leidenschaft,
Meine Zeit,
Meine Träume,
Meine ungeteilte Aufmerksamkeit.
Meine Ziele,
Meine Empathie,
Meine Hoffnung,
Meine Kunst und Poesie.
Ich geb schon alles,
Du willst noch mehr!
Meine Karriere,
Mein unverschämter Lohn,
Meine Liebe,
Meine hochgeschätzte Reputation.
Meine Zukunft,
Mein Status & mein Ruhm,
Meine Chancen
Auf unbegrenztes Eigentum.
Du versprichst mir alles,
Doch mein Leben bleibt leer!
Was will der Markt von mir?
Was will der Markt von mir?
Was will der Markt von mir?
Nimm deine unsichtbare Hand
Und verschwinde von hier!
Meine Arbeitskraft,
Meine Freiheit,
Mein Talent,
Meine starke Konkurrenzfähigkeit.
Mein Leib,
Meine Seele,
Meine Schönheit,
Für die ich mich täglich quäle.
Ich geb schon alles,
Doch du willst noch mehr!
Was will der Markt von mir?
Was will der Markt von mir?
Was will der Markt von mir?
Nimm deine unsichtbare Hand
Und verschwinde von hier!
Der Markt ist nicht frei.
Der Markt ist nicht fair.
Er kriegt nichts geregelt.
Ich zahl ihm nichts mehr.
Der Markt ist kein Motor
Und keine Maschine.
Der Markt ist ein Glaube.
Eine Dreckslawine!
Der Markt ist ein Mythos! (5x)
Was willst du von mir?
Nimm deine unsichtbare Hand
Und verschwinde von hier!
Wir bauen uns eine neue Welt
Aus dem Müll, der uns umgibt.
Da ist so viel Vergessenes,
Das auf der Straße liegt.
Unter den Trümmern der Vergangenheit,
Unter der Last der Normalität,
Versteckt sich eine Zuversicht –
Vielleicht noch nicht zu spät?
Wenn es zusammen geht,
Zusammen geht?
Wir lüften unsere Innenwelt,
Wir misten alles aus,
Wir schütteln alte Geister ab,
Und ziehen die Splitter raus,
Hinter den Kränkungen der Gegenwart,
Hinter dem Schleier der Absurdität,
Versteckt sich eine Hoffnung –
Vielleicht noch nicht zu spät?
Wenn es zusammen geht.
Ob es zusammen geht?
Und wir haben Angst, dass sie nicht fertig wird.
Wir haben Angst, dass sie nicht hält.
Wir haben Angst, dass sie nicht fertig wird,
Bevor die alte Welt
Zerfällt
Wir bauen uns eine neue Welt
Auf dem Müll, der uns umgibt
Da ist so viel Schönes
Das noch im Dunkeln liegt.
An den Rändern der Trostlosigkeit,
In den Rissen der Totalität
Wächst langsam eine Zukunft –
Vielleicht noch nicht zu spät?
Wenn es zusammen geht?
Und wir haben Angst, dass sie nicht fertig wird.
Wir haben Angst, dass sie nicht hält.
Wir haben Angst, dass sie nicht fertig wird,
Bevor die alte Welt
Zerfällt
Stürmisch weite Welt,
Lebendig schlagendes, mich tragendes Glück,
Frech und blau durchwirkt.
Vom Wind getragen,
Gezerrt und verwirbelt,
Salz in der Luft,
Wellen, Welten schlagen über uns zusammen!
Wir suchen und finden und teilen
Schätze in allen Farben,
Immer wieder neu, neu entdeckt.
Golden schimmert der Moment.
Ihr fragt euch, wer wir sind, woher wir kamen:
Wir sind Piraten!
Vom Wind getragen,
Auf Beutezügen, hier und dort,
Bepackt mit Taschen voll Glück.
Über Seen und Straßen
Teilen wir mit allen, die wir sehen,
Unsre Träume, vorneweg, und wir
Bleiben nicht stehen!
Wir suchen und finden und teilen
Schätze in allen Farben,
Immer wieder neu, neu entdeckt.
Golden schimmert der Moment.
Ihr fragt euch, wer wir sind, woher wir kamen:
Wir sind Piraten!
In der Schiffshängematte schaukel ich neben dir,
der Moment …
In der Schiffshängematte schaukel ich neben dir,
der Moment ist ein Funke im Wind.
Wir suchen und finden und teilen
Schätze in allen Farben,
Immer wieder neu, neu entdeckt.
Golden schimmert der Moment.
Ihr fragt euch, wer wir sind, woher wir kamen:
Wir sind Piraten!
1.
Wir passen nicht in ihre Ordnung.
Wir stören das System.
Es heißt, sie brauchen eine Lösung,
und wir sind das Problem!
2.
Gut geschmierte Wegbereiter
Haben unsern Anblick satt.
Jeden Tag drängen sie uns weiter
Aus den Straßen dieser Stadt!
3.
Wir kennen schon lange ihre Hetze.
Spüren, wann man sich ducken muss.
Doch jetzt schreiben sie Gesetze
Und bald fällt der erste …
4.
Hinter Mauern, in den Schatten,
Halten wir den Atem an.
Niemand weint um tote Ratten.
Langsam glaubt ihr selbst daran
Refrain:
Unter ihren Füßen,
Zwischen ihren Zeilen,
Am Rande ihres Blickfelds,
In rätselhaften Teilen,
Hinter ihren Wänden,
Wie eine Traumsequenz,
Erscheinen und verschwinden,
Jenseits der hörbaren Frequenz.
5.
Der Untergrund kennt keine Namen.
Er vergisst jedes Gesicht.
Die Verfolgten, Unliebsamen
Verbirgt er schweigsam vor dem Licht.
6.
Der Untergrund ist kein Zuhause,
Ist nur vorübergehend Ziel,
Eine stille Atempause,
Vor einer Welt die uns nicht will.
7.
Und doch sind da diese Lieder,
Die in der Tunnelwand vibrieren,
Die uns tragen, bis wir wieder,
Wind auf den Gesichtern spüren.
Refrain:
Unter ihren Füßen,
Zwischen ihren Zeilen,
Am Rande ihres Blickfelds,
In rätselhaften Teilen,
Hinter ihren Wänden,
Wie eine Traumsequenz,
Erscheinen und verschwinden,
Jenseits der hörbaren Frequenz.
Im Hier und Jetzt,
Unser Lachen wild und frei,
Niemand mehr abgehetzt.
Wir setzen auf Gemütlichkeit.
Die Kunst ist das Langsam sein.
Die Schnecke macht’s uns vor.
Wir verbannen alle Wecker
Und heben uns erst empor …
… wenn wir wollen, wenn wir wollen!
Wir streichen die Termine
Und füllen die Tage neu
Mit Dingen, die spontan entstehen,
Und stressen uns nicht dabei.
Mit Dingen, die uns zusammenbringen,
Mit Dingen, die uns trennen.
Wir stoppen die Maschinen
Und hören auf zu rennen!
Die größten Komplimente
Sind Faultier und lahme Ente.
Niemand mehr im Hamsterrad.
Kein Geld, und trotzdem Rente!
Komm, lass uns langsam sein,
Die Schnecke macht’s uns vor.
Wir legen alles nieder
Und hauen uns aufs Ohr …
… weil wir’s wollen, weil wir’s wollen!
Wir streichen die Termine
Und füllen die Tage neu
Mit Dingen, die spontan entstehen,
Und stressen uns nicht dabei.
Mit Dingen, die uns zusammenbringen,
Mit Dingen, die uns trennen.
Wir stoppen die Maschinen
Und hören auf zu rennen!
Wir stoppen die Maschinen
Und hören auf zu rennen!
Wir schauen den Faultieren beim Essen zu
Den Blättern beim Fallen
Dem Gras beim Wachsen
Den Blättern beim Fallen
Den Lachsen beim Lachsen
Den Blättern beim Fallen
Dem Gras beim Wachsen
Den Blättern beim Fallen
Dem Mond beim Wandern
Ganz langsam, ganz langsam
Ganz langsam, ganz langsam
Wir kennen uns kaum,
Aber kannst du noch bleiben?
Ich glaub, ich brauch eine Schulter zum Weinen,
Denn ich hab Kummer im Bauch
Und Angst um die Welt,
Verzweiflung im Hals,
Die mich umklammert hält.
Und Hilflosigkeit, sonst überall,
Hilflosigkeit, sonst überall!
Das trübt mir den Blick,
Das raubt mir den Atem,
Die Angst ist zurück.
Und du verstehst
Und erzählst mir Geschichten.
Und du malst mit schönsten Farben,
Was ich kaum wage zu beschreiben.
Bunte Bilder von Morgen
Und Wege zum Beschreiten.
Hoch über mir Seifenblasenbilder.
Staunend stehe ich hier.
Das weitet meinen Blick.
Das schenkt mir neuen Atem.
Und du verstehst
Und erzählst mir Geschichten.
Und du malst mit schönsten Farben,
Was ich kaum wage zu beschreiben.
Bunte Bilder von Morgen
Und Wege zum Beschreiten.
Ob sie platzen, weiß ich nicht.
So oder so,
spiegeln sie das Licht.
Seifenblasenbilder.
Ob sie platzen, weiß ich nicht.
So oder so.
Sie sind Zuversicht, Zuversicht!
Immer schön brav „Danke” sagen.
Nie über die Stränge schlagen.
Pünktlich sein.
Freundlich sein.
Immer angezogen sein.
Und bloß nie ohne Fahrschein.
Immer ordentlich Leistung bringen.
Sich auf dem Arbeitsmarkt verdingen.
Geld verdienen.
Kind großziehen.
Irgendwann mal von Berlin
Ins Reihenhaus in die Vorstadt ziehen.
Das klingt ja alles sinnvoll
Und so schön rational.
Doch all die ganzen Normen
Sind uns heute egal!
Wer will schon artig sein?
Wer will schon artig sein?
Das Leben zu kurz,
Deshalb sagen wir nein!
Wir wollen unartig sein!
Wir wollen unartig sein!
Wir wollen unartig sein!
Anders denken, anderes wagen.
Das Patriarchat zerschlagen.
Kritisieren, dekonstruieren,
Gesellschaft neu imaginieren.
Und Eigentum kollektivieren!
Ordnungshütern widersprechen.
Unnütze Gesetze brechen
Bürgileben
Widerstreben.
Rechten Onkels eine kleben.
Das klingt alles sinnvoll,
Geradezu genial,
Denn all die ganzen Normen
Sind für uns optional!
Wer will schon artig sein?
Wer will schon artig sein?
Das Leben zu kurz,
Deshalb sagen wir nein!
Wir wollen unartig sein!
Wir wollen unartig sein!
Wir wollen unartig sein!
Wollt ihr perfekt sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr korrekt sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr schön sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr obszön sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr redlich sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr niedlich sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr binär sein? (Wir wollen unartig sein!)
Wollt ihr vulgär? (Wir wollen unartig sein!)
Hard times are coming
And I’m not sure we’re prepared.
They tell me to give up hoping
And they wonder why I’m scared.
They show me facts and figures,
Diagrams and charts,
And they talk of human nature,
Never human hearts!
They paint the darkest future and claim
This is all we are.
I think we need a different story,
Ursula!
Hard times are coming,
But at least there is a God
And one day he’ll come and he’ll fix
All the things that we could not.
Or there may come a hero,
Created by some scientist,
And he’ll save us all with nothing
But a machine gun in his fist.
We’ll just watch and wonder,
The weak fools that we are,
But that is not our story,
Ursula.
Hard times are coming,
And we try to prepare
By building up community
In the present that we share.
If you get the lighting right,
They shimmer through our skin:
A million untold futures
That we all hold within:
In the evening, after dinner,
I will play guitar,
And you can tell a story,
Ursula.
Huhu hier folgt noch was
1.
Am Anfang war der Beutel
Und er zog uns hinein.
Eine Handvoll Zerstreute,
Doch wir blieben nicht allein.
Es wurden immer mehr
Und der Beutel blieb nicht lange leer!
2.
Wir fingen an zu schreiben,
Fingen an zu singen,
Zogen durch die Stadt
Um euch Freude zu bringen.
Wir sind noch nicht weit gekommen, aber hier
Und jetzt, heute, bei dir!
Wir sind die Kaninchen aus dem Hut.
Wir sind die Geister, die du riefst.
Wir sind die Lieder, die du singst.
Die Geschichten, die du liebst.
Wir sind 2, 3, 4, 5 – aber niemals allein!
Wir sind die Beutel – komm, greif hinein!
3.
Wir pfeifen wie der Wind,
Donnern wie ein Gewitter,
Schmecken wie das Leben,
Mal süß und mal bitter,
Wir biegen uns vor Lachen
Und sind zu Tränen gerührt!
4.
Wir brausen wie das Meer,
Brodeln wie ein Vulkan,
Und in manchen Momenten
Bricht der Ärger sich Bahn.
Wir schreien es hinaus:
„Wir sind entsetzt und empört!“
Wir sind die Kaninchen aus dem Hut.
Wir sind die Geister, die du riefst.
Wir sind die Lieder, die du singst.
Die Geschichten, die du liebst.
Wir sind 2, 3, 4, 5 – aber niemals allein!
Wir sind die Beutel – komm, greif hinein!
5.
Wir sind Schwestern und Brüder
Und alles dazwischen.
Wir sind hier, um die Normen
Von den Tischen zu wischen,
Die Ordnung zu verdrängen
Und alle Grenzen zu sprengen!
6.
Uns fürchten die Erwachsenen
Uns liebt jedes Kind,
Weil wir spielen, wie wir wollen,
Weil wir unartig sind,
Weil wir es immer wieder wagen
Unsere Meinung zu sagen.
Und Antworten haben,
Wenn sie wieder mal fragen:
(Die Erwachsenen:)
„Was soll das Lieder singen
Noch bringen
In diesen Zeiten?“
(Der Beutelchor:)
Ihr könnt lieben, ihr könnt lachen,
Ihr könnt träumen und all das machen,
Was eurer Fantasie entspringt.
Ihr könnt mitfühlen, ihr könnt weinen,
Ihr könnt loslassen und schreien,
Ihr könnt alles sein, wenn ihr singt!
7.
Am Anfang war der Beutel
Und er zog uns hinein.
Eine Handvoll Zerstreute,
Doch wir blieben nicht allein.
Es wurden immer mehr,
Sie kamen von überall her!
8.
Wir fingen an zu schreiben,
Fingen an zu singen,
Zogen durch die Stadt,
Um euch Freude zu bringen.
Wir sind noch nicht weit gekommen, aber hier
Und jetzt, heute, bei dir!
Wir sind die Kaninchen aus dem Hut.
Wir sind die Geister, die du riefst.
Wir sind die Lieder, die du singst.
Die Geschichten, die du liebst.
Wir sind 2, 3, 4, 5 – aber niemals allein!
Wir sind die Beutel – komm, greif hinein!
Wir legen ab.
Wir brechen auf.
Vor uns die Nacht.
Wir vertrauen darauf,
Dass das, was kommt,
So fern es auch liegt,
So lang es auch braucht,
Bereits beginnt.
Spürst du es auch?
Unter die Zweifel im Bauch
Mischt sich die Freude darauf.
Wir weben daran,
An einem Netz, das uns tragen kann. (2x)
Wir halten Kurs
Und trotzen all dem,
Was uns entgegen schlägt,
Zweifel sät,
Sich wie eine dunkle Wolke über uns legt.
Durch pfeifende Stürme,
Turmhohe Wellen,
Krachende Blitze
Und reißende Stromschnellen!
Denn unsere Zuversicht bleibt,
Auch wenn die Angst sich zeigt!
Wir weben daran,
An einem Netz, das uns tragen kann (2x)
Wir führen die Fäden zusammen
Zu einem Netz, das uns tragen kann (3x)
© Die Beutel
